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Galileo erweitert Schutz vor manipulierten Signalen

  • vor 5 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo entwickelt seine Sicherheitsfunktionen weiter: Mit dem Galileo Signal Authentication Service (SAS) wird derzeit ein Dienst qualifiziert, der künftig eine zusätzliche Absicherung von Positions-, Navigations- und Zeitinformationen ermöglicht. Der neue Dienst ergänzt die seit Juli 2025 operative Open Service Navigation Message Authentication (OSNMA).


Während OSNMA Nutzern ermöglicht zu überprüfen, ob die über Galileo empfangenen Navigationsdaten tatsächlich vom System stammen und nicht manipuliert wurden, setzt SAS auf eine Authentifizierung auf Signal- beziehungsweise Entfernungsmessungsebene. Damit soll das Vertrauen in die von Galileo bereitgestellten Positionierungs- und Timing-Dienste weiter erhöht werden.


Im Mittelpunkt steht dabei das verschlüsselte E6-C-Signalkomponent des Galileo-Signals. Das Ground Mission Segment (GMS) übernimmt die Verwaltung des für die Verschlüsselung erforderlichen kryptografischen Materials und stellt dieses sicher dem Raumsegment zur Verfügung. Über den European GNSS Service Centre (E-GSC) werden sogenannte Re-Encrypted Code Sequences (RECS) bereitgestellt. Diese ermöglichen SAS-Nutzern, Entfernungsmessungen des verschlüsselten E6-C-Signals vorzunehmen, ohne selbst vertrauliches kryptografisches Material speichern zu müssen.


Die internen Tests des Dienstes starteten bereits im Dezember 2025 mit der Verschlüsselung des E6-C-Signals ausgewählter Satelliten. Im weiteren Verlauf soll die Verschlüsselung auf den Großteil der Galileo-Konstellation ausgeweitet werden. Die finale Konfiguration ist für 2026 vorgesehen.


Damit stärkt Galileo seine Resilienz gegenüber Manipulationsversuchen wie Spoofing und schafft zusätzliche Möglichkeiten für Anwendungen, bei denen zuverlässige und vertrauenswürdige Positions- und Zeitinformationen eine zentrale Rolle spielen.


Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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