Satellitenmonitor unterstützt das Monitoring von Dauergrünland
- vor 3 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Ein erfolgreich abgeschlossenes Forschungsprojekt der Technischen Universität Dresden zeigt, wie Erdbeobachtungsdaten die Landwirtschaft und Verwaltung künftig noch gezielter unterstützen können. Im Rahmen des Projekts 3C – Copernicus Cross Compliance wurde ein neuer satellitengestützter Monitor entwickelt, der Dauergrünlandflächen automatisiert analysiert und Veränderungen frühzeitig erkennt. Grundlage bilden frei verfügbare Daten der Copernicus-Satelliten Sentinel-1 und Sentinel-2 sowie moderne Verfahren des maschinellen Lernens.
Herzstück des Projekts ist der webbasierte DGL Monitor, der Vegetationsentwicklungen kontinuierlich auswertet und Auffälligkeiten wie Grünlandumbruch oder Nutzungsänderungen identifiziert. Die Ergebnisse werden übersichtlich in Tabellen sowie einem integrierten GIS-Viewer mit den zugrunde liegenden Satellitenbildern dargestellt. Dadurch können zuständige Behörden potenzielle Abweichungen schneller erkennen und Vor-Ort-Kontrollen gezielter planen. Die endgültige Bewertung erfolgt weiterhin durch die verantwortlichen Fachstellen.
Für das Space2Agriculture-Netzwerk verdeutlicht das Projekt das Potenzial von Erdbeobachtungstechnologien für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Kombination aus Copernicus-Daten, Künstlicher Intelligenz und digitalen Analysewerkzeugen ermöglicht eine effizientere Flächenüberwachung, reduziert den Verwaltungsaufwand und unterstützt die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie Forschungsergebnisse in praxistaugliche Anwendungen für Behörden und den Agrarsektor überführt werden können – ein Beispiel für den konkreten Mehrwert von Raumfahrttechnologien im landwirtschaftlichen Alltag.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.



