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Satellitendaten zeigen: Europas Wälder verlieren mehr Biomasse

  • vor 5 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Europas Wälder verlieren seit 2018 deutlich mehr Biomasse. Das zeigt eine aktuelle, von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) unterstützte Studie. Besonders Dürren, Stürme und Schädlingsbefall setzen den Wäldern zu und treffen dabei auch einige der ältesten und biomassereichsten Bestände Mitteleuropas.


Die Untersuchung geht über die bisherige Betrachtung geschädigter Waldflächen hinaus: Erstmals wurde für Europa quantifiziert, wie viel Biomasse tatsächlich verloren geht. Das Ergebnis: Seit 2018 gingen pro Hektar geschädigter Waldfläche durchschnittlich 46 Prozent mehr Biomasse verloren als zuvor. Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung nach den schweren Dürren ab 2018, unter anderem in Deutschland, Tschechien und Polen. Die Trockenheit schwächte die Bäume und begünstigte massive Borkenkäferbefälle.


Für die Analyse wurden verschiedene satellitengestützte Datensätze miteinander kombiniert. Jährliche Karten von Waldverlusten aus dem Landsat-Archiv wurden mit einer hochauflösenden Biomassekarte verknüpft. So konnten die Forschenden rekonstruieren, wie viel Biomasse europäische Wälder über mehrere Jahrzehnte tatsächlich verloren haben.


Die Ergebnisse sind auch mit Blick auf den Klimaschutz relevant. Europas Wälder bedecken rund 39 Prozent der Landfläche und speichern große Mengen Kohlenstoff. Eine ergänzende Studie prognostiziert, dass die Fähigkeit der europäischen Wälder, Kohlenstoff aufzunehmen und zu speichern, zwischen 2010 und 2030 voraussichtlich um 39 Prozent zurückgehen wird. Schäden treten derzeit schneller auf, als sich die Wälder regenerieren können.


Die Ergebnisse verdeutlichen damit das Potenzial der Erdbeobachtung: Satellitendaten ermöglichen eine europaweite und langfristige Beobachtung von Waldzuständen und Biomasseveränderungen und liefern damit wichtige Grundlagen für Klimaforschung, Forstwirtschaft und nachhaltiges Waldmanagement.


Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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