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Hitze und Trockenheit belasten Europas Landwirtschaft

vor 1 Tag
1 Min. Lesezeit

Der außergewöhnlich heiße und trockene Sommer 2026 hat die europäische Landwirtschaft erheblich beeinträchtigt. Laut dem Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission führten extreme Temperaturen und ausbleibende Niederschläge in weiten Teilen West- und Mitteleuropas zu deutlichen Ernteverlusten und einer geringeren Verfügbarkeit von Tierfutter.


Besonders betroffen waren Sommerkulturen, die sich während der Hitzeperiode in entscheidenden Wachstumsphasen befanden. Die beschleunigte Pflanzenentwicklung verkürzte die Zeit für die Ausbildung von Körnern, Knollen und Kolben. Die Ertragsprognosen des JRC für die EU liegen deshalb deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre: Bei Sojabohnen wird ein Rückgang um 15 Prozent erwartet, bei Körnermais um acht Prozent und bei Kartoffeln um sieben Prozent. Auch Zuckerrüben und Grünmais verzeichnen erhebliche Einbußen.


Neben den Ernteverlusten verschärfte sich die Situation in der Tierhaltung. Ausgetrocknete Grünlandflächen und geringere Grünmaiserträge reduzierten das verfügbare Futter. In besonders betroffenen Regionen sahen sich einige Betriebe gezwungen, ihre Tierbestände zu reduzieren.


Satellitendaten für bessere Prognosen

Um landwirtschaftliche Risiken frühzeitig zu erkennen, gewinnt die satellitengestützte Beobachtung an Bedeutung. Das JRC nutzt unter anderem hochauflösende Aufnahmen der Sentinel-2-Satelliten, um einzelne Kulturpflanzenarten europaweit zu überwachen und ihre Entwicklung genauer einzuschätzen. Zusammen mit meteorologischen Daten und Pflanzenwachstumsmodellen verbessert dies die Grundlage für Ernteprognosen und frühzeitige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel.


Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung widerstandsfähiger landwirtschaftlicher Systeme, eines verbesserten Wassermanagements und präziser Monitoringverfahren, um die Versorgungssicherheit angesichts zunehmender Wetterextreme langfristig zu stärken.


Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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