Hitze und Dürre belasten Europas Landwirtschaft
Der außergewöhnlich heiße und trockene Sommer 2026 hat die Landwirtschaft in Europa erheblich belastet. Besonders in West- und Mitteleuropa führten hohe Temperaturen und anhaltende Niederschlagsdefizite zu Ertragseinbußen und einer geringeren Verfügbarkeit von Futtermitteln.
Nach aktuellen Prognosen des Joint Research Centre (JRC) liegen die Erträge mehrerer Sommerkulturen deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Erwartet werden unter anderem Einbußen von 15 Prozent bei Sojabohnen, 14 Prozent bei Grünmais und 8 Prozent bei Körnermais. Auch Grünland und die Futtermittelproduktion waren von der Trockenheit betroffen.
Für die Bewertung solcher Entwicklungen gewinnt die satellitengestützte Erdbeobachtung zunehmend an Bedeutung. Das JRC kombiniert Satellitendaten, meteorologische Informationen und Erntemodelle, um die Entwicklung von Kulturen europaweit zu überwachen und Ertragstrends frühzeitig zu erkennen. Hochauflösende Sentinel-2-Daten ermöglichen dabei eine zunehmend detaillierte Erfassung einzelner Kulturarten.
Der Sommer 2026 zeigt damit erneut, wie wichtig präzise Erdbeobachtungs- und Prognosedaten für eine widerstandsfähige Landwirtschaft und fundierte Entscheidungen in Landwirtschaft und Politik sind.
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