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FLEX: Das geheime Leuchten der Pflanzen aus dem All

vor 5 Stunden
1 Min. Lesezeit

Pflanzen erscheinen für das menschliche Auge grün – doch hinter dieser sichtbaren Farbe steckt ein kaum wahrnehmbares Leuchten. Die sogenannte solare induzierte Fluoreszenz entsteht während der Photosynthese und kann Aufschluss darüber geben, wie aktiv und gesund Pflanzen sind. Mit der FLEX-Mission untersucht die ESA dieses Signal erstmals systematisch aus dem Weltraum.


Wenn Pflanzen Sonnenlicht aufnehmen, wird der größte Teil der Energie für die Photosynthese genutzt. Ein kleiner Anteil wird jedoch als Fluoreszenz im roten und infraroten Spektralbereich wieder abgegeben. Das Signal ist für das menschliche Auge unsichtbar, kann mit hochsensiblen Instrumenten aber aus dem Orbit erfasst werden. Interessant ist dabei, dass sich die Fluoreszenz unter anderem bei Trockenheit, Nährstoffmangel oder Schädlingsbefall verändern kann – teilweise bevor sichtbare Schäden an den Pflanzen auftreten.


Genau hier setzt die ESA-Mission FLEX (Fluorescence Explorer) an. Das mit einem hochauflösenden Fluorescence Imaging Spectrometer (FLORIS) ausgestattete Satellitensystem erfasst die schwache Fluoreszenz der Vegetation und liefert damit Informationen über die tatsächliche Aktivität der Photosynthese. FLEX arbeitet dabei im Tandem mit einem Copernicus-Sentinel-3-Satelliten, dessen Messungen unter anderem atmosphärische Bedingungen, Landoberflächen und Temperaturen erfassen.


Die Mission startete am 15. September 2026 mit einer Vega-C-Rakete von Europas Raumfahrtbahnhof in Französisch-Guayana. Die gewonnenen Daten sollen helfen, die Reaktionen von Wäldern, Grasland und landwirtschaftlichen Flächen auf Umweltveränderungen besser zu verstehen und Erkenntnisse über die globalen Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe zu gewinnen.



Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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