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ESA-Studie: Präzisere Daten zu Kohlenstoffemissionen aus Wäldern notwendig

  • vor 1 Tag
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Tropische Wälder spielen eine zentrale Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. Eine neue, teilweise durch die Klimawandel-Initiative der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) finanzierte Studie zeigt jedoch, dass bestehende Modelle die Auswirkungen von Waldschäden und Regeneration bislang nicht ausreichend erfassen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung moderner Erdbeobachtung für eine verlässliche Klimaberichterstattung und wirksame politische Entscheidungen.


Für die in Science Advances veröffentlichte Metaanalyse wurden die Ergebnisse von 146 wissenschaftlichen Studien ausgewertet. Dabei untersuchten die Forschenden, wie unterschiedlich sich vollständige Abholzung und Walddegradation – etwa durch Brände, selektiven Holzeinschlag oder Fragmentierung – auf die Kohlenstoffspeicherung tropischer Wälder auswirken. Während der Einfluss von Rodungen vergleichsweise gut erforscht ist, werden schleichende Schädigungen bislang häufig unzureichend berücksichtigt.


Die Untersuchung zeigt, dass teilweise geschädigte Wälder deutlich mehr Kohlenstoff speichern können als Wälder, die nach einer vollständigen Rodung neu entstehen. Nach rund 20 Jahren erreichen degradierte Wälder im Durchschnitt etwa 75 Prozent der Kohlenstoffspeicherung ungestörter Wälder, während neu aufgeforstete Flächen lediglich rund 38 Prozent erreichen. Für nationale Treibhausgasinventare und die Berichterstattung im Rahmen des Pariser Klimaabkommens ist diese Unterscheidung von erheblicher Bedeutung.


Eine entscheidende Rolle spielen dabei satellitengestützte Erdbeobachtungsdaten. Projekte der ESA-Klimawandel-Initiative sowie die Earth-Explorer-Mission Biomass liefern hochauflösende Informationen zur oberirdischen Biomasse und ermöglichen es erstmals, Kohlenstoffverluste durch Walddegradation präziser von den Folgen einer vollständigen Entwaldung zu unterscheiden. Damit schaffen sie eine wichtige Datengrundlage für Klimaforschung, politische Entscheidungen und den Schutz der Wälder weltweit.


Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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