Das globale Potenzial von Smart-Farming-Innovationen
Smart Farming gilt als wichtiger Baustein für eine produktivere und zugleich nachhaltigere Landwirtschaft. Technologien wie GPS-gesteuerte Landmaschinen, autonome Feldroboter, intelligente Bewässerungssysteme oder KI-gestützte Anwendungen helfen dabei, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Wasser und Treibstoff gezielter einzusetzen und Ressourcen zu schonen.
Eine aktuelle Studie von Forschenden der Universität Bonn, der UC Berkeley und der ETH Zürich zeigt erstmals mit einer räumlichen Auflösung von rund fünf Kilometern, wo sich Smart-Farming-Technologien weltweit wirtschaftlich lohnen. Das Ergebnis: Bereits heute können entsprechende Innovationen auf etwa 42 Prozent der globalen Ackerfläche rentabel eingesetzt werden. Besonders groß ist das Potenzial in Regionen mit hohen Einkommen, großen Feldstrukturen und strengen Umweltauflagen, darunter Westeuropa, Nordamerika, Australien und Japan.
Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass die Verbreitung dieser Technologien entscheidend von ihrer Wirtschaftlichkeit abhängt. Neben Faktoren wie Infrastruktur, Bildungsstand und Betriebsgröße spielt die Umweltpolitik eine zentrale Rolle. Je nachdem, wie streng zukünftige Umweltauflagen ausgestaltet werden, könnten bis zum Jahr 2045 rund 500 Millionen Hektar Ackerland zusätzlich für den wirtschaftlichen Einsatz von Smart Farming infrage kommen oder eben nicht.
Die Studie unterstreicht damit, dass digitale Innovationen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe stärken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung globaler Umwelt- und Nachhaltigkeitsherausforderungen leisten können.
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